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08.11.2016

Deutsche Eistanzpaare glänzen bei der NRW Eistanz-Trophy in Dortmund

In gleich drei Kategorien können unsere deutschen Eistanzpaare im Wettstreit mit einer starken internationalen Konkurrenz glänzen. Zwar reichte es in der Nachwuchsklasse noch nicht zu einem Medaillenplatz, aber sowohl das Eistanzpaar Lara Luft / Asaf Kazimov aus Dortmund als auch das Eistanzpaar Anne-Marie Wolf / Max Liebers aus Chemnitz zeigten, dass sie sich intensiv auf die Saison vorbereitet haben. Platz 5 und 6 von 18 Eistanzpaaren sind beachtliche internationale Platzierungen. Was die Punktzahlen angeht, so haben beide Paare bei diesem internationalen Wettbewerb die D/C-Kadernorm erfüllt. Hierzu möchten wir beiden Paaren gratulieren. Das neu zusammengestellte NRW-Eistanzpaar Diana Kist / Erik Ernst konnte noch nicht das internationale Leistungsniveau in dieser Kategorie erreichen.

In der Juniorenklasse zeigten Ria Schwendinger / Valentin Wunderlich zwei großartige Programme vor einem fachkundigen Publikum und einer internationalen Jury. Ria und Valentin haben enorme Fortschritte gemacht. Die von ihnen vorgetragenen Wettkampfprogramme waren klasse. Sie wurden dynamisch und zum Teil auch rasant vorgetragen, obwohl Bundestrainer Skotnický und Trainer Rostislav Sinicyn die Programme mit vielen technischen Details vollgespickt haben. Alles kein Problem für Ria und Valentin. Sicher meisterten Ria und Valentin die schwierigen Schritte und Elemente in ihren beiden Programmen. Belohnt wurden die beiden sympathischen Eistänzer aus Oberstdorf mit einem wohl verdienten dritten Platz. Beachtlich schlug sich auch das von René Sachtler-Lohse betreute Berliner Eistanzpaar Charise Matthaei / Maximilian Pfisterer. Ihr tänzerischer Vortrag in der Kür wurde allseits von den Experten gelobt. Am Ende konnte sich das Team freuen, dass mit der erreichten Punktzahl die C-Kadernorm erfüllt wurde. Sabrina Bittner und Andrei Lebed, die in Lyon trainieren, konnten in diesem Wettkampf leider nicht zu ihrer Form finden und das Chemnitzer Eistanzpaar Sarah Michelle Knispel / Maximilian Voigtländer musste leider nach dem Short Dance verletzungsbedingt den Wettkampf vorzeitig beenden. 

Das Highlight des ISU Eistanz-Wettkampfs in Dortmund war zweifelsfrei der Seniorenwettkampf. Nach den krankheits- bzw. verletzungsbedingten Absagen von Shari Koch / Christian Nüchtern, Sophie Jones / Ian Stephan und Jennifer Urban / Benjamin Steffan schrumpfte das Teilnehmerfeld bis auf 9 Eistanzpaare zusammen. Die Lokalmatadoren Katharina Müller / Tim Dieck und die WM-Teilnehmer von 2016 Kavita Lorenz / Joti Polizoakis beeindruckten mit ihren Leistungen in der Seniorenkategorie derart, dass am Ende des Wettkampfs sensationell Platz 1 und 2 von unseren beiden leistungsstärksten Eistanzpaaren belegt werden konnten. Ein toller Erfolg.
Katharina und Tim lieferten zwei einwandfreie hochkarätige Programme ab, so dass der überlegende Gewinn der NRW Eistanz Trophy in ihrem Trainingsstützpunkt in Dortmund vom Publikum entsprechend gefeiert werden konnte. Kavita und Joti hatten das Nachsehen, weil ein Sturz und damit verbunden ein längerer Ausfall sowie auch niedrige Levels in den einzelnen Elementen die Punkte im Short Dance stark nach unten drückten. Die Kür von Kavita und Joti, zum Abschluss der NRW-Eistanz-Trophy, war dann ein gelungener Schlusspunkt. Der dargebotene Flamenco war eine Augenweide und wurde mit Platz 1 vom Preisgericht belohnt. Beide Paare haben deutliche Leistungsfortschritte verzeichnet. Die langen Trainingsaufenthalte in den USA zahlen sich für beide Eistanzpaare aus.


Fazit der Veranstaltung aus deutscher Sicht: Die Talsohle scheint im deutschen Eistanz durchschritten zu sein. Die ermutigenden Ergebnisse sprechen für sich. Wir sind gespannt wie es mit der Entwicklung im Eistanz weiter geht . Allen Trainern, Choreographen und Tanzexperten sei an dieser Stelle für die hervorragende Arbeit gedankt.



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