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17.12.2016

Die Favoriten haben zum Auftakt der Deutschen Meisterschaften am Freitag in Berlin die Führung übernommen.  

 

Nathalie Weinzierl gewann das Kurzprogramm der Damen klar. Die Mannheimerin lief eine fehlerfreie Kurzkür zu „Burlesque“ mit dreifach Lutz-dreifach Toeloop, dreifach Rittberger, Doppel-Axel und schwierigen Pirouetten. Dafür heimste sie 63,66 Punkte ein. „Es hat heute Spaß gemacht und war das beste Kurzprogramm der Saison“, sagte die amtierende Vize-Meisterin. Auch eine Erkältung mit erhöhter Temperatur beeinflusste sie nicht negativ. „Die Spritzigkeit war da, die Elemente waren da, auch wenn ich mich beim Laufen etwas schlapp gefühlt habe.“

Lea Johanna Dastich aus Dresden auf Rang zwei unterdrehte ihre dreifach Toeloop-dreifach Toeloop Kombination und wackelte etwas beim Rittberger (46,05 Punkte). Knapp dahinter folgt die Berlinerin Annika Hocke, die beim Rittberger patzte (45,86 Punkte).

Titelverteidigerin Lutricia Bock (Chemnitz) und Nicole Schott (Essen) konnten kurzfristig wegen Verletzungen nicht starten und Maria-Katharina Herceg (Regensburg) gab nach einem Sturz im Kurzprogramm verletzt auf.

 

Peter Liebers aus Berlin setzte im Erika-Hess-Stadion sein Comeback erfolgreich fort und lief ein fast fehlerfreies Kurzprogramm zu „Jubel“ mit der Kombination dreifach Flip-dreifach Toeloop und dreifachem Lutz, nur beim dreifachen Axel nahm der Berliner die Hand zur Hilfe. „Auf jeden Fall war das Kurzprogramm heute eine Steigerung im Vergleich zur NRW Trophy. Der Gesamteindruck war besser, der Lutz hat funktioniert. Ich freue mich, das war ein richtiger Schritt in die richtige Richtung“, kommentierte der fünfmalige Deutsche Meister, der wegen einer Hüftverletzung und -operation 14 Monate lang keine Wettbewerbe laufen konnte. Liebers erzielte 78,13 Punkte. Paul Fentz aus Berlin riskierte als einziger der sechs Läufer einen vierfachen Toeloop, konnte ihn aber nicht sauber stehen. Dafür gelang ihm ein sehr guter dreifacher Axel. Der aktuelle Vize-Meister liegt mit 74,42 Zählern auf Rang zwei. Titelverteidiger Franz Streubel (Oberstdorf) zeigte ebenfalls einen dreifachen Axel, reduzierte seine Sprungkombination jedoch zu dreifach Lutz-doppel Toeloop und ist momentan Dritter mit 72,19 Punkten.

 

Im Paarlauf führen Mari Vartmann/Ruben Blommaert (Düsseldorf/Oberstdorf) mit 61,22 Punkten, obwohl Blommaert den Toeloop zum doppelten aufriss. Twist und Wurfsalchow gelangen jedoch sauber dreifach. „Der Toeloop war im Training gut und im Einlaufen auch, nur jetzt ging er nicht. Die Beine waren etwas müde“, kommentierte Blommaert. Sie habe die achtstündige Autofahrt von Oberstdorf nach Berlin noch in den Knochen, ergänzte Vartmann. Die Berliner Minerva Fabienne Hase/Nolan Seegert verpatzten den immerhin dreifach riskierten Twist und den Solosprung Toeloop (47,74 Punkte).

Aljona Savchenko/Bruno Massot (Oberstdorf) liefen ihr Kurzprogramm außer Konkurrenz, da Savchenko wegen ihrer Knöchelverletzung vom Grand Prix in Paris noch keine Würfe trainieren kann.

 

In der mit besonderen Spannung erwarteten Eistanzkonkurrenz haben die Titelverteidiger Kavita Lorenz/Joti Polizoakis (Oberstdorf) die Nase mit 3,80 Punkten Vorsprung vor Katharina Müller/Tim Dieck (Dortmund) vorn. Die in den USA trainierenden Lorenz/Polizoakis hatten einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad in Kurztanz zu den Rhythmen Blues und Hip Hop. Sie kamen auf 67,24 Punkte. „Ich war nervös, aber das hat sich beim Einlaufen gelegt und ich habe mir gesagt, wir machen unser Ding und zeigen, was wir können und das haben wir gut hinbekommen“, sagte Lorenz. Müller/Dieck erzielten 63,44 Punkte für ihre Interpretation von Blues und Swing. „Wir sind gut gelaufen und damit zufrieden, aber mit den Punkten sind wir nicht so ganz zufrieden, denn international hatten wir auch schon 63“, meinte Dieck. „In der Kür laufen wir vollen Angriff. Wir haben nichts zu verlieren“, fuhr er fort. Shari Koch/Christian Nüchtern (Berlin/Siegen) erreichten 59,84 Punkte und sind momentan Dritte.

 

Im Synchroneiskunstlaufen gewannen die Favoritinnen von Team Berlin 1 das Kurzprogramm mit 56,80 Punkten vor den Skating Graces aus Chemnitz, die auf 40,11 Zähler kamen. Team Berlin Juniors trat in der Juniorenkategorie im Alleingang an und erhielt 40,98 Punkte. In der Kategorie Nachwuchs, in der nur eine Kür gelaufen wurde, siegten die Läuferinnen vom Team Berlin Novice mit 47,49 Punkten vor den Skating Graces Novice (39,68 Punkte).

 



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